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Lebensdossier · 2026-05-29 · 6 Minuten

Wen Sie am ersten Tag anrufen

Der erste Tag nach einem Todesfall ist ein Tag des Anrufens, nicht des Archivierens. Eine kurze Liste verhindert, dass jemand in einem vollen Adressbuch sucht. Auf diese Liste gehören der Partner, die Kinder, der Hausarzt, der Bestatter, der Arbeitgeber und der nächste Freund oder die nächste Freundin. Das sind die Menschen, die die Nachricht hören müssen oder die sofort etwas tun müssen. Andere Namen dürfen dazu, wenn sie an diesem Tag wirklich nötig sind, etwa ein Bruder oder eine Schwester, der oder die die Kinder abholt, oder ein Nachbar, der einen Schlüssel hat. Ein Name ohne Rolle macht die Liste länger und nicht brauchbarer. Zehn Namen sind eine Obergrenze, keine Pflicht.

Zu jedem Namen gehören eine Telefonnummer und eine kurze Rolle. Partner, Hausarzt, Arbeitgeber: mehr als dieses Wort ist nicht nötig. Die Nummer ist die Nummer, die jetzt funktioniert, nicht eine alte Nummer aus einem Adressbuch, das seit Jahren liegt. Im Lebensdossier stehen diese Zeilen bei den Kontakten. Eine Vertrauensperson, die mitlesen darf, kann die Liste nehmen, ohne zuerst den Rest des Dossiers zu verstehen. Setzen Sie sie an einen Ort, der sofort auffällt, oder zu der Frage, wer als Erstes wissen muss, was los ist. Eine Liste, die hinter Policen versteckt ist, wird an diesem Tag nicht gefunden.

Gehen Sie die Liste einmal im Jahr durch. Menschen wechseln die Nummer, die Arbeit und die Rolle. Ein Hausarzt hört auf, ein Freund zieht um, ein Arbeitgeber ist nur relevant, solange es Arbeit gibt. Einmal im Jahr ist oft genug. Setzen Sie ein Datum dazu, an dem Sie die Liste zuletzt nachgesehen haben. Dieses Datum ist Pflege des Dossiers, keine gesetzliche Frist. Auf einen versäumten Monat steht keine Sanktion. Eine veraltete Nummer ist am ersten Tag lästiger als eine kurze Liste, die stimmt. Wechselt jemand die Rolle, schreiben Sie die Rolle neu, statt den alten Satz stehen zu lassen.

Die Anrufliste ist keine Karte der Erben. Ein Kind, das Sie anrufen, ist dadurch nicht Erbe, und ein Freund, den Sie anrufen, ist es meist nicht. Der Kreis folgt aus dem Testament oder aus der gesetzlichen Erbfolge (versterferfrecht), später, mit dem Notar, wenn das nötig ist. Am ersten Tag rufen Sie an, wer es hören muss. Im Nachlass laden Sie ein, wer eine Stellung hat. Halten Sie diese Listen auseinander. Die Anrufliste bleibt als Geschichte des Lebensdossiers stehen. Die Erben kommen nach dem Sterbedatum dazu, mit ihrer Beziehung für den Freibetrag, nicht mit nur einer Telefonnummer. Eine Nummer ist keine Gruppe für die Erbschaftsteuer.

Der erste Tag verlangt Namen und Telefonnummern von Partner, Kindern, Hausarzt, Bestatter, Arbeitgeber und einem nahen Freund oder einer nahen Freundin. Diese Liste steht im Lebensdossier und wird einmal im Jahr nachgesehen. Sie weist nicht aus, wer erbt, und sie ersetzt kein Testament. Dies ist keine Rechtsberatung und keine Steuerberatung. Wer erbt und ob eine Erklärung abgegeben werden muss, folgt aus der Urkunde, der Beziehung und den Freibeträgen des Belastingdienstes für das Sterbejahr. Die Anrufliste ist nur der Anfang des Tages, nicht die Erklärung und nicht die Teilung.