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Bank · 2026-05-24 · 6 Minuten

Überziehung und Kreditkarte am Todestag sind Schulden

Ein Konto, das am Todestag im Soll stand, ist eine Schuld, kein Konto mit leerem Saldo. Sie fragen die Bank nach dem Saldo zum Sterbedatum und buchen diesen negativen Saldo auf der Passivseite oder als negative Zeile bei den Konten. Die Akte darf nicht so tun, als hätte dort Vermögen gestanden. Die Quelle ist der Auszug. Zinsen, die laut diesem Auszug am Todestag bereits gebucht waren, sitzen in diesem Saldo. Zinsen danach gehören in den Verlauf, wenn die Bank sie auf einer späteren Unterlage nennt. Sie setzen die Überziehung nicht auf null, weil das Konto inzwischen gesperrt ist. Eine Sperre stoppt das Verfügen. Sie löscht die Schuld nicht.

Die Kreditkarte bekommt eine eigene Zeile. Fragen Sie die Kartengesellschaft oder die Bank nach dem offenen Saldo am Todestag, einschließlich dessen, was an diesem Tag bereits gebucht war. Ein Bildschirm, der nur den aktuellen Stand zeigt, ist der Wert jetzt, nicht der Todestag. Bewahren Sie beide auf, jeweils mit Datum und Quelle. Eine Karte, die an das Girokonto gekoppelt ist, bleibt eine eigene Aufstellung wert, weil Kartenstand und Sichtkonto nicht immer denselben Zeitpunkt zeigen. Notieren Sie die Kontobezeichnung und das Datum der Aufstellung. Den Status setzen Sie auf angefragt, bis diese Aufstellung da ist. Sie schätzen nicht, was in den letzten Wochen ungefähr ausgegeben wurde.

Hat jemand die Bankkarte oder die Kreditkarte nach dem Tod noch benutzt, ist das eine andere Tatsache als die Schuld am Todestag. Buchen Sie diese Ausgaben nicht als Nachlassschuld ohne eine Notiz: wer zahlte, an welchem Datum, und dass dies nach dem Todestag war. Die Schuld am Todestag bleibt der Saldo der Bank an diesem Datum. Die spätere Ausgabe setzen Sie gesondert, mit der Frage, bei wem sie liegt. Diese Frage beantworten Sie nicht, indem Sie den Betrag dem Nachlass zuordnen oder indem Sie ihn weglassen. Der Auszug ist die Quelle der Beträge. Wer zahlen durfte, bleibt eine Frage und keine zusätzliche Zahl.

Wert am Todestag und Wert jetzt laufen auch bei einer Schuld auseinander. Nach dem Todestag kann eine Lastschrift noch durchgelassen worden sein, oder jemand kann getilgt haben. Die Tilgung mindert die Schuld und mindert das Konto, von dem gezahlt wurde. Buchen Sie beide Seiten, mit derselben Unterlage. Eine Kreditkarte, die stillgelegt wird, bekommt den Status, den die Gesellschaft bestätigt, mit Datum. Sie leiten diese Stilllegung nicht daraus ab, dass die Bank das Girokonto gesperrt hat. Produkte können sich unterscheiden. Fragen Sie je Produkt schriftlich und bewahren Sie die Antwort bei der Zeile auf, um die es geht. Eine telefonische Mitteilung notieren Sie als noch nicht schriftlich bestätigt.

Überziehung und Kartensaldo sind keine Bewertung und keine Steuerberatung. Ervazo bestimmt nicht, ob eine spätere Kartenzahlung zulasten des Nachlasses geht. Die Quelle des Saldos am Todestag ist die Bank oder die Kartengesellschaft. Bis diese Aufstellung da ist, bleibt das Feld leer. Die Belastingdienst liefert diesen Kartensaldo nicht, und eine steuerliche Einordnung von Schulden schreiben Sie nicht in diese Zeile. Eine Ausgabe nach dem Tod bleibt eine gesonderte Notiz, keine stille Korrektur am Todestag. Das Programm bewahrt die Quelle und trägt die Schuld nicht selbst ein.